Zufällige Zitate
Aber mancher, der sich selbst nicht zu raten weiß, berät gern einen anderen, gleich den ungetreuen Betrügern unter den Predigern: Sie lehren und verkünden das Gute, das sie selbst nicht tun wollen.
– Chrétien de TroyesFreude wird jedes Mal dein Abendbrot sein, wenn du den Tag nützlich zugebracht hast.
– Thomas von KempenJeder Schriftsteller wünscht nach dem Zweck seiner Arbeit beurtheilt zu werden.
– Johann Martin MillerEs gibt ein untrügliches Maß für die Zuneigung: die Zeit, die man ihr widmet.
– Sully PrudhommeAuch kann ich nicht finden, warum ich mir wegen ordentlicher Notwehr, mit der ich gegen Räuber übelster Sorte eingeschritten bin, jetzt diese Anklage gefallen lassen muss.
– ApuleiusWenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau lässt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug.
– Georg Wilhelm Friedrich HegelWer etwas Eigenes haben will, verliert das Gemeinsame.
– Thomas von KempenWas du zu Boden wirfst, es ist nicht Holz allein: Kannst du das Blut nicht sehn, das unaufhaltsam quillt aus rauher Rinde, die der Nymphe Leib verhüllt?
– Pierre de RonsardZwischen Lipp' und Kelchesrand // Schwebt der finstern Mächte Hand!
– Johann Friedrich KindJetzt lebe ich zu Mannheim in einem angenehmen dichtrischen Taumel - Kurpfalz ist mein Vaterland.
– Friedrich SchillerWas ist Wahrheit? In der Religion: die Lehrmeinung, die überlebt hat. In der Wissenschaft: die jüngste aufsehenerregende Entdeckung. In der Kunst: unsere momentane Laune.
– Oscar WildeDie Schöpfung erhebt sich gegen den Schöpfer: Wie einst der Mikrokosmos Mensch gegen die Natur, so empört sich jetzt der Mikrokosmos Maschine gegen den nordischen Menschen. Der Herr der Welt wird zum Sklaven der Maschine.
– Oswald SpenglerDie meisten Eltern und Erzieher leben der Ansicht, dass die Sittlichkeit der Jugend beider Geschlechter am besten durch Nichtwissen bewahrt werde.
– Fanny LewaldErrötend folgt er ihren Spuren.
– Friedrich SchillerIhr schmähet meine Dichtung, // Was habt ihr denn getan? // Wahrhaftig, die Vernichtung, // Verneinend fängt sie an, // Doch ihren scharfen Besen // Strengt sie vergebens an: // Ihr seid gar nicht gewesen! // Wo träfe sie euch an?
– Johann Wolfgang von GoetheFreundschaft ist die Ehe der Seele und diese Ehe ist der Scheidung unterworfen.
– VoltaireDer Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen.
– Immanuel KantAber vermag der Maler wohl auszudrücken: Ich liebe?
– Johann Wolfgang von GoetheIn der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewußtseinsformen entsprechen.
– Karl MarxDer Trick der Schöpfung ist satanisch witzig. // Das Weib bleibt vorher kühl, der Mann ist hitzig. // Sie glüht nachher und er sieht auf die Uhr. // So stirbt Betrug nicht aus und nicht Natur!
– Franz WerfelDas Classische nenne ich das Gesunde, und das Romantische das Kranke.
– Johann Wolfgang von GoetheSo ist das Leben und so muss man es nehmen, tapfer, unverzagt und lächelnd – trotz alledem.
– Rosa LuxemburgDas beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen, ist: beim Erwachen daran zu denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen eine Freude machen könne.
– Friedrich NietzscheEine Tugend, die immer beschützt werden muss, ist nicht die Schildwache wert.
– Oliver GoldsmithAus Eigennutz entspringt die Dankbarkeit der Meisten // Für einen Dienst, den wir geleistet oder leisten.
– Friedrich RückertLeidend lernt ich viel.
– Johann Wolfgang von GoetheUnd so ist der Ausschlag einer durch Philosophie versuchten ältesten Menschheitsgeschichte: Zufriedenheit mit der Vorsehung und dem Gange menschlicher Dinge im ganzen, der nicht vom Guten anhebend zum Bösen fortgeht, sondern sich vom Schlechten zum Besseren allmählich entwickelt; zu welchem Fortschritte denn ein jeder an seinem Teile, so viel in seinen Kräften steht, beizutragen durch die Natur selbst berufen ist.
– Immanuel KantNiemand weiß, was er tut, wenn er recht handelt; aber des Unrechten sind wir uns immer bewußt.
– Johann Wolfgang von GoetheDer Mensch soll nicht sorgen, daß er in den Himmel, sondern daß der Himmel in ihn komme. Wer ihn nicht in sich selber trägt, der sucht ihn vergebens im ganzen All.
– Otto LudwigMich verletzt nichts mehr.
– Marie AntoinetteDer christliche Glaube ist eine großartige Kathedrale mit göttlich bebilderten Fenstern. Steht man draußen, sieht man keine himmlische Herrlichkeit, noch kann man sich überhaupt eine vorstellen; steht man in ihr, enthüllt jeder Lichtstrahl eine Harmonie unaussprechlichen Glanzes.
– Nathaniel HawthorneNur die Gesundheit ist das Leben.
– Friedrich von HagedornIch habe so selten einmal Zeit zum Träumen und doch so viele Träume.
– Franziska zu ReventlowDeutschland - auf weichem Pfühle // Mach dir den Kopf nicht schwer! // Im irdischen Gewühle // Schlafe, was willst du mehr?
– Georg HerweghImmer wieder findet man in den intelligentesten Menschen zugleich die liberalsten und in den Ungebildetsten die radikalsten.
– Sully PrudhommeGroße Dinge sind immer mit großen Gefahren verknüpft.
– Xerxes I.Daß der Tod nur ist wie ein dunkler Gang // der zum Lichte sich öffnet, ganz weit, // wo kein erblindetes Kind so bang // sich härmt um des Vaters Geleit.
– John Greenleaf WhittierUnd so saß er, eine Leiche.
– Friedrich SchillerDie Dankbarkeit ist die Tugend der Nachwelt.
– Kuno Fischer