Zufällige Zitate
Wir wollen indeß," fügte Goethe lächelnd hinzu, "hoffen und erwarten, wie es etwa in einem Jahrhundert mit uns Deutschen aussieht, und ob wir es sodann dahin werden gebracht haben, nicht mehr abstracte Gelehrte und Philosophen, sondern Menschen zu sein.
– Johann Wolfgang von GoetheDas ist Tells Geschoß.
– Friedrich SchillerDer Sport ist ein Sohn des Fortschritts, und er trägt schon auf eigene Faust zur Verdummung der Familie bei.
– Karl KrausKlug ist, wer stets zur rechten Stunde kommt, doch klüger, wer zu gehn weiß, wann es frommt.
– Emanuel GeibelWer imponiert? Nur Der, welcher ruhig seinen eigenen Weg geht.
– Wilhelm RaabeDem Mann kann geholfen werden.
– Friedrich SchillerAller Eigensinn beruht darauf, daß der Wille sich an die Stelle der Erkenntniß gedrängt hat.
– Arthur SchopenhauerDie Befreiung der Arbeiterklasse muß das Werk der Arbeiterklasse selbst sein. Wir können also nicht zusammengehn mit Leuten, die es offen aussprechen, daß die Arbeiter zu ungebildet sind, sich selbst zu befreien, und erst von oben herab befreit werden müssen, durch philanthropische Groß- und Kleinbürger.
– Karl MarxIm Streit zwischen Mann und Frau erscheint der Mann immer roh, die Frau immer gemein.
– Frank WedekindWer darf das Kind beim rechten Namen nennen? // Die wenigen, die was davon erkannt, // Die töricht gnug ihr volles Herz nicht wahrten, // Dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten, // Hat man von je gekreuzigt und verbrannt.
– Johann Wolfgang von GoetheNicht von den Philosophien sondern von den Sachen und Problemen muß der Antrieb zur Forschung ausgehen.
– Edmund HusserlGenoß der Jüngling ein Vergnügen, // So war er dankbar und verschwiegen.
– Friedrich von HagedornWarum scheint Monarchie so fest, // Als wäre sie ewig auf Erden? // So lang sich ein Volk betrügen läßt, // Verdient es betrogen zu werden.
– Gottfried KinkelIn mir fühle ich es wie ein leises Gewebe, ein Vibrieren, ein Flügelschlagen, ein zitterndes Ausruhen, ein Atemanhalten: wenn ich einst malen kann, werde ich auch das malen.
– Paula Modersohn-BeckerIch höre mich gerne reden. Es ist eines meiner größten Vergnügen.
– Oscar WildeDieses verdammte Bognor.
– Georg V. von EnglandEs ist besser, ein unzufriedener Mensch zu sein als ein zufriedenes Schwein; besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr. Und wenn der Narr oder das Schwein anderer Ansicht sind, dann deshalb, weil sie nur die eine Seite der Angelegenheit kennen. Die andere Partei hingegen kennt beide Seiten.
– John Stuart MillEs ist nicht, und es wird auch nimmer gut.
– William ShakespeareGewisse Ehen halten nur in der Weise zusammen wie ineinander verbissene Tiere.
– Gerhart HauptmannDas innerste Wesen der Liebe ist Hingabe.
– Edith SteinZwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.
– Albert EinsteinDer neue Besen kehrt gut, bevor er voll Staub ist.
– FreidankHol' mir mal 'ne Flasche Bier, sonst streik ich hier, und schreibe nicht weiter!
– Gerhard SchröderLiebende sind Verrückte
– TerenzDer Wein ist mein Vergnügen! // Ich wollt, das ganze Meer // Wär Wein und ich ein Walfisch, // Der schwömme drüber her.
– Georg WeerthSoll mein Auge die Farbe sehen, so muss es ledig sein aller Farbe. Sehe ich blaue oder weiße Farbe, so ist das Sehen meines Auges, das die Farbe sieht - ist eben das, was da sieht, dasselbe wie das, was da gesehen wird mit dem Auge. Das Auge, in dem ich Gott sehe, das ist dasselbe Auge, darin mich Gott sieht; mein Auge und Gottes Auge, das ist ein Auge und ein Sehen und ein Erkennen und ein Lieben.
– Eckhart von HochheimAlle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus verleiten, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und im Begreifen dieser Praxis.
– Karl MarxWenn der Brunnen ausgetrocknet ist, erkennen wir den Wert des Wassers.
– Benjamin FranklinIn England wird ein Mann der Bigamie wegen angeklagt, und von seinem Advokaten dadurch gerettet, dass er bewies, sein Klient habe drei Weiber.
– Georg Christoph LichtenbergDer Alte schlummert wie das Kind, // Und wie wir eben Menschen sind, // Wir schlafen sämtlich auf Vulkanen.
– Johann Wolfgang von GoetheVolksfeste freuen mich besonders. Sie sprechen den Nationalcharakter aus, der sich auf Kinder und Kindeskinder vererbt.
– Ludwig I. von BayernVerzicht', o Herz, auf Rettung, // Dich wagend in der Liebe Meer! // Denn tausend Nachen schwimmen // Zertrümmert am Gestad' umher!
– Georg Friedrich DaumerDer Ackermann: Gott, der mein gewaltig ist und Euer, Ihm vertrau ich, daß er mich beschirme, Die verruchte Untat, die mich hinwirft, An euch streng und unerbittlich räche!
– Johannes von Teplda schleiche ich denn ziemlich langsam durch die Welt, mit einem Körper der nirgend hin als ins Grab taugt.
– Cornelia GoetheIch, der ich immer gehört hatte, auf die Ohrfeige eines Mädchens gehöre ein derber Kuss.
– Johann Wolfgang von GoetheDer schönste Schmuck für einen weißen Frauenhals ist ein Geizkragen.
– Kurt TucholskyDie ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler.
– William ShakespeareEs bedarf nur eines Anfangs, dann erledigt sich das Übrige.
– SallustDie Regierungskunst hat nur Monster hervorgebracht.
– Louis Antoine Léon de Saint-Just