Zufällige Zitate
Die Öffentlichkeit hat eine unstillbare Neugier, alles zu wissen, nur nicht das Wissenswerte.
– Oscar WildeFälschlich zugeschrieben:
– Franz Joseph I. von ÖsterreichVersagen ist der Frauen Sitte, doch lieben sie, dass man sie bitte.
– FreidankSo stark ist der Zauber der Musik, und, immer mächtiger werdend, musste er jede Fessel einer andern Kunst zerreißen.
– E. T. A. HoffmannLeben - es gibt nichts Selteneres auf der Welt. Die meisten Menschen existieren lediglich.
– Oscar WildeWenn das Herz mit Zweifeln lebt // so wird es für die Seele herb // Häßlich ist es und ist schön // wo der Sinn des Manns von Kraft // gemischt ist, farblich kontrastiert // gescheckt wie eine Elster.
– Wolfram von EschenbachEs macht allemal einen sonderbaren Eindruck auf mich, wenn ich einen großen Gelehrten oder sonst einen wichtigen und gesetzten Mann sehe, dabei zu denken, daß doch einmal eine Zeit war, da er den Maikäfern ein Liedchen sang um sie zum Auffliegen zu ermuntern.
– Georg Christoph LichtenbergNur um der Hoffnungslosen willen ist uns die Hoffnung gegeben.
– Walter BenjaminVoltaire sagte, der Himmel habe uns zum Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens zwei Dinge gegeben: die Hoffnung und den Schlaf. Er hätte noch das Lachen dazu rechnen können; [...].
– Immanuel KantUnd bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt.
– Johann Wolfgang von GoetheEine Tugend, die immer beschützt werden muss, ist nicht die Schildwache wert.
– Oliver GoldsmithLachen, Weinen, Lust und Schmerz sind Geschwisterkinder.
– Johann Wolfgang von GoetheDas Feld der Philosophie lässt sich auf folgende Fragen bringen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?
– Immanuel KantWenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
– Georg Christoph LichtenbergNärrisch, dass jeder in seinem Falle // Seine besondere Meinung preist! // Wenn Islam »Gott ergeben« heißt, // In Islam leben und sterben wir alle.
– Johann Wolfgang von GoetheWenn die Gerechtigkeit all ihre Strenge anwendete, würde die Erde bald eine Wüste sein.
– Pietro MetastasioDa steh' ich, ein entlaubter Stamm!
– Friedrich SchillerPuppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen.
– Georg BüchnerImmerhin hat das den Staat zur Hölle gemacht, daß ihn der Mensch zu seinem Himmel machen wollte.
– Friedrich HölderlinEs war die Nachtigall und nicht die Lerche.
– William ShakespeareFordre kein lautes Anerkennen! Könne was, und man wird dich kennen.
– Paul HeyseMan überschätzt vor sich selbst immer seinen Einfluß.
– Honoré de BalzacWas bleibet aber, stiften die Dichter.
– Friedrich HölderlinKrieg, Handel und Piraterie, // Dreieinig sind sie, nicht zu trennen.
– Johann Wolfgang von GoetheDeutschland ist das einzige Land, wo Mangel an politischer Befähigung den Weg zu den höchsten Ehrenämtern sichert.
– Carl von OssietzkyEs ist nichts beständig als die Unbeständigkeit.
– Immanuel KantZum Glück ist Denken nicht ansteckend, jedenfalls nicht in England.
– Oscar WildeWie kann denn ein Mensch überhaupt schuldig sein. Wir sind hier doch alle Menschen, einer wie der andere.
– Franz KafkaWer für hohe Ideen lebt, muß vergessen, an sich selbst zu denken. // Der größte Staatsmann ist derjenige, welcher der humanste ist.
– Anselm FeuerbachEs waren eigentlich nur zwei Personen auf der Welt, die er mit Wärme liebte, die eine war jedes Mal sein größter Schmeichler, und die andere war er selbst.
– Georg Christoph LichtenbergNehmt dem Walde alles Wild und laßt ihm nur noch die Streusammler, Leseholzträger und Holzdiebe, und fürwahr, ihr habt die Poesie desselben, und mit ihr den unendlichen Reiz, den er für viele hat, gänzlich vernichtet!
– Friedrich Wilhelm Leopold PfeilFreilich ist's auch kein Vorteil für die Herde, wenn der Schäfer ein Schaf ist.
– Johann Wolfgang von GoetheDie Eine lacht bis zum letzten Backzahn, die Andre bloß bis zur ersten Plombe.
– Paul LindauDie menschliche Vernunft hat … vorher alle mögliche unrechte Wege versucht, ehe es ihr gelingt, den einzigen wahren zu treffen.
– Immanuel KantÖsterreich ist kein Staat, keine Heimat, keine Nation. Es ist eine Religion. Die Klerikalen und klerikalen Trottel, die jetzt regieren, machen eine sogenannte Nation aus uns; aus uns, die wir eine Übernation sind, die einzige Übernation, die in der Welt existiert hat.
– Joseph RothUnd dieser Krug, den ich am Munde halte: // Er ist ein Abbild andrer Krüge nur. // Das Neue wird so ganz und gar das Alte - // Und eine gleicht der andren Wagenspur.
– KlabundEr verrenkte, wie er selbst einmal von einem Dramatiker geschrieben hat, seine Halswirbel, um affektierter sein zu können. Er gestikulierte mit Händen und Füßen. Er verstellte seine Stimme und schrie sich heiser. Er schnitt Grimassen und schlug Capriolen und erzielte mit alledem, was er erzielen wollte: er fiel auf.
– Siegfried JacobsohnGrau, teurer Freund, ist alle Theorie // Und grün des Lebens goldner Baum.
– Johann Wolfgang von GoetheDie deutsche Sprache ist die tiefste, die deutsche Rede die seichteste.
– Karl Kraus