Zufällige Zitate
Die Strategie ist, das Böse in Form von einer Person auszulöschen, um viele unschuldige Leute zu retten.
– Yagyū MunenoriVergeblich ist es, zu wünschen, dass der Freund, den wir lieben, uns ganz in unserer eigensten Eigentümlichkeit verstehen möchte.
– Sophie TieckDemokratie und Sozialismus haben nichts Gemeinsames mit Ausnahme eines einzigen Wortes: Gleichheit. Der Unterschied ist beträchtlich: Während Demokratie Gleichheit in Freiheit sucht, sucht Sozialismus Gleichheit in Einschränkung und Unterwürfigkeit.
– Alexis de TocquevilleWenn ein Wahnsinniger mit dem Auto durch die Straßen rast, kann ich als Pastor, der anwesend ist, nicht nur die Überfahrenen trösten oder beerdigen, sondern ich muß dazwischenspringen und ihn stoppen.
– Dietrich BonhoefferWir handeln, wie wir müssen. So lasst uns das Notwendige, mit Würde, mit festem Schritte tun.
– Friedrich SchillerNichts im Übermaß!
– SolonDaher kommt es auch, daß die jungen Mädchen heutzutage schon frühzeitig Gouvernante und dergleichen lernen, als wäre es ausgemacht, daß sie nie heirathen würden.
– Julius StindeIch bin nur in Krieg gegangen, um mich in meiner Liebe zum Leben zu befestigen.
– Georg BüchnerSo wahr die Kühe wiederkäuen, // so wahr uns im Frühling die Blüten erfreuen, // wenn der Wind anders weht als er es immer tut, // so macht auch ein übles Los den Menschen nicht gut."
(Original engl.: "Yet true it is, as cow chews cud // And trees at spring do yield forth bud, // Except wind stands as never it stood, // It is an ill wind turns none to good.
– Thomas TusserSinge, wem Gesang gegeben, // In dem deutschen Dichterwald! // Das ist Freude, das ist Leben // Wenn's von allen Zweigen schallt.
– Ludwig UhlandDie Poesie des Pessimismus ist die Lebensfreude.
– Frank WedekindSogar die Lüstlinge […] sagen, daß zunächst nur die Lust angestrebt, dann durch Gewohnheit gleichsam eine zweite Natur geschaffen werde.
– CiceroDenn wer arbeitet, ist ein subtiler Selbstmörder, und ein Selbstmörder ist ein Verbrecher, und ein Verbrecher ist ein Schuft, also, wer arbeitet, ist ein Schuft
– Georg BüchnerJeder geliebte Gegenstand ist der Mittelpunkt eines Paradieses.
– NovalisIch habe mir viel Mühe um die Erklärung dieses Versuchs gegeben und habe schließlich nur einen Ausweg gefunden. Derselbe besteht in der Hypothese, daß die Verbindungslinie zweier Punkte eines festen Körpers nicht die gleiche Länge behält, wenn sie einmal der Bewegungsrichtung der Erde parallel läuft, und dann senkrecht darauf gestellt wird.
– Hendrik Antoon LorentzMan ist nur glücklich durch das, was man fühlt, und nicht durch das, was man ist.
– Sully PrudhommeDie Wissenschaften so gut als die Künste bestehen in einem überlieferbaren (realen), erlernbaren Teil und in einem unüberlieferbaren (idealen), unlernbaren Teil.
– Johann Wolfgang von GoetheIn Venedig ist Tassos Echo bereits verhallt // Und stumm rudert der liedlose Gondoliere.
– George Gordon ByronDie Religion ist das Krankenhaus der Seele, welche die Welt verwundet hat.
– Jean Antoine Petit-SennEs ist äußerst schwer, fremde Meinungen zu referieren, besonders wenn sie sich nachbarlich annähern, kreuzen und decken.
– Johann Wolfgang von GoetheSatirisch ist der Dichter, wenn er die Entfernung von der Natur und den Widerspruch der Wirklichkeit mit dem Ideale (in der Wirkung auf das Gemüt kommt beides auf eins hinaus) zu seinem Gegenstande macht. Dies kann er aber sowohl ernsthaft und mit Affekt als scherzhaft und mit Heiterkeit ausführen; je nachdem er entweder im Gebiete des Willens oder im Gebiete des Verstandes verweilt. Jenes geschieht durch die strafende oder pathetische, dieses durch die scherzhafte Satire.
– Friedrich SchillerUm der bloßen Hoffnung der Wollust willen eine solche Menge von wirklicher Unlust zu erleiden, deucht mich lächerlich und unsinnig.
– Lukian von SamosataWas glänzt, ist für den Augenblick geboren; // Das Echte bleibt der Nachwelt unverloren.
– Johann Wolfgang von GoetheGott ist mein Leben.
– Mary Baker EddyIch bin kein Mensch, ich bin Dynamit.
– Friedrich NietzscheWer nicht den tiefsten Sinn des Lebens // Im Herzen sucht, der forscht vergebens.
– Friedrich von BodenstedtDas Weib wird durch die Ehe frei; der Mann verliert dagegen seine Freiheit.
– Immanuel KantAlles Begehren setzt also voraus, dass die Statue die Vorstellung von etwas Besserem hat, als das ist, was sie augenblicklich ist, und dass sie über den Unterschied zweier auf einander folgender Zustände urtheilt. Sind sie wenig verschieden, so leidet sie durch die Entbehrung der begehrten Daseinsweise weniger, und ich nenne das Gefühl, welches sie an sich erfährt, Missbehagen oder leichte Unzufriedenheit. Die Thätigkeit ihrer Vermögen, ihre Begehrungen sind alsdann schwächer.
– Étienne Bonnot de CondillacNach Kraft ringen. Das klingt alles so dramatisch. Man tut eben, was man kann und legt sich dann schlafen. Und auf diese Weise geschieht es, dass man eines Tages etwas geleistet hat.
– Paula Modersohn-BeckerSo war es Mode, ein eifriger Priester Dianens zu erscheinen, sobald einmal der grüne Rock angezogen war. Jetzt ist es Mode, verächtlich die Nase zu rümpfen, wo nur von Jagen die Rede ist, mit Brillen und Regenschirmen, statt mit Büchse und Büchsenranzen in den Wald zu gehen, den für untauglich zum Forst zu erklären, welcher Gefallen an der Jagd findet.
– Friedrich Wilhelm Leopold PfeilGenau genommen ist aber ein Arbeiter, der Kloaken auspumpt, um die Menschen vor gesundheitsgefährdenden Miasmen zu schützen, ein sehr nützliches Glied der Gesellschaft, wohingegen ein Professor, der gefälschte Geschichte im Interesse der herrschenden Klassen lehrt, oder ein Theologe, der mit übernatürlichen transzendenten Lehren die Gehirne zu umnebeln sucht, äußerst schädliche Individuen sind.
– August BebelJene Irrtümer, die sich noch als die praktisch zweckmäßigsten und brauchbarsten erwiesen haben, nennt man Wahrheit.
– Peter RoseggerIch halte dafür, dass Ehre und Geld fast immer sich zusammenfinden; wer die Ehre liebt, verabscheut auch das Geld nicht; wer aber dieses verachtet, macht sich auch wenig aus der Ehre.
– Theresa von ÁvilaPflicht ist das, was man von anderen erwartet, nicht, was man selbst tut.
– Oscar WildeEin Punkt nur ist es, kaum ein Schmerz, // nur ein Gefühl empfunden eben; // und dennoch spricht es stets darein // und dennoch stört es dich zu leben.
– Theodor StormWer Masse aufwühlt, wühlt die Hölle auf.
– Ernst TollerWer voller Unschuld ist, will nichts von Gnade wissen.
– Johann Christoph GottschedNiemand kann frei sein, solange es nicht alle sind.
– Erich Mühsam