Zufällige Zitate
Das Denken ist jenseits von Subjekt und Objekt. Es bildet diese beiden Begriffe ebenso wie alle anderen. […] Das Subjekt denkt nicht deshalb, weil es Subjekt ist; sondern es erscheint sich als ein Subjekt, weil es zu denken vermag. […] Ich darf niemals sagen, dass mein individuelles Subjekt denkt; dieses lebt vielmehr selbst von des Denkens Gnaden.
– Rudolf SteinerNicht um die Geliebte weine, die Du verloren // – um Die weine, die Dir geblieben sind!
– Peter AltenbergDie Geometrie besitzt zwei große Schätze: einer ist der Satz von Pythagoras, der andere die Teilung einer Strecke nach dem äußeren und mittleren Verhältnis. Den ersten dürfen wir mit einem Scheffel Gold vergleichen; den zweiten nennen wir ein kostbares Juwel.
– Johannes KeplerDas Betragen ist ein Spiegel, in welchem jeder sein Bild zeigt.
– Johann Wolfgang von GoetheRicardo zeigt uns die wirkliche Bewegung der bürgerlichen Produktion, die den Wert konstituiert.
– Karl MarxLieber spät als nie.
– Titus LiviusWir verlangen sehr oft nur deshalb Tugenden von anderen, damit unsere eigenen Fehler sich bequemer breitmachen können.
– Marie von Ebner-EschenbachZweifellos ist in mir die Gier nach Büchern. Nicht eigentlich sie zu besitzen oder zu lesen, als vielmehr sie zu sehn, mich in der Auslage eines Buchhändlers von ihrem Bestand zu überzeugen.
– Franz Kafka[...] die Religion ist der Idealismus des Volkes.
– Johannes ScherrDen Stolz hat Gott noch stäts vernichtet // Und Demuth immer aufgerichtet, [...].
– Carl Leberecht ImmermannEin Franzose ist von Kopf bis auf die Füße eben ein Mensch wie ein Deutscher, das andere sind politische Konsiderationen, die vortrefflich sind und die niemand ungestraft einreißen soll.
– Johann Wolfgang von GoetheKein Mensch muss müssen.
– Gotthold Ephraim LessingLuthers Glaube an das Geschriebene war unendlich. Den Papst verwarf er, weil er in der Bibel nicht vorkam. Die Mönche und Nonnen ebendeshalb. Den Kaiser aber, und die Obrigkeit und den Krieg nicht, denn sie standen drin. Kann man sich einen abergläubischeren Text-Fetischismus oder wenn man will, eine liebevollere Hingabe denken?
– Hugo BallDie Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.
– Antoine de Saint-ExupéryDer musikalische Komponist wird bei dem Enthusiasmus seiner melodischen Arbeiten den Generalbaß, der Dichter das Silbenmaß nicht vergessen.
– Johann Wolfgang von GoetheSonne hat sich müd' gelaufen, spricht: »Nun laß ich's sein!« // Geht zu Bett und schließt die Augen und schläft ruhig ein.
– Robert ReinickVon dem Ruhm der berühmtesten Menschen gehört immer etwas der Blödsinnigkeit der Bewunderer zu.
– Georg Christoph LichtenbergAlle wertvollen Gefühle - für einen Menschen wie für einen Glauben, eine Scholle, ein Land - sind konservativ.
– Ellen KeyWas Gott liebt, das ist etwas; was Gott nicht liebt, das ist nichts, sagt das Buch der Weisheit.
– Eckhart von Hochheimin der Mathematik giebt es kein Ignorabimus!
– David HilbertWenn man ein Kenner ist, darf man keine Sammlung anlegen.
– Jean-Jacques RousseauDie Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen, die Religion aber braucht er zum Handeln.
– Max PlanckWas dich schmerzet, ich sag es im Bösen. // Und uns quälet ein fremdes Wort. // Unsere Hände werden im Dunkel sich lösen, // Und mein Herz wird sein wie ein kalter Ort.
– Georg HeymIch aber erkenne gern stets in mir selber die Hauptursache des Guten oder Bösen, das mir zustößt. Daher sah ich mich stets mit Behagen imstande, mein eigener Schüler zu sein, und machte es mir zur Pflicht, meinen Lehrer zu lieben.
– Giacomo CasanovaDie vielen können nichts, der einzige kann alles.
– Carl SpittelerEin Weiser prüft und achtet nicht, was der gemeine Pöbel spricht.
– Emanuel SchikanederIch bin so jung, und die Welt ist so alt.
– Georg BüchnerDer Gebildete wird, wohin er auch kommt, geschätzt und auf den Ehrenplatz gesetzt, der Ungebildete aber wird, wohin er kommt, nur Bettelgaben aufheben und Not erleben.
– SaadiPhilosoph, Redner, Verkünder, Gesetzgeber, Krieger, Eroberer von Ideen, Wiederhersteller vernunftgemäßer Lehren, eines Kults ohne Bilder, Gründer zwanzig irdischer und eines geistigen Reiches, das ist Mohammed. Nach allen Maßstäben, an denen menschliche Größe gemessen werden kann: Welcher Mensch ist je größer gewesen?
– Alphonse de LamartineMit den alten Königen und Fürsten von Gottes Gnaden ist es für immer vorbei.
– Friedrich EbertIch fürchte nichts - nichts - als die Gränzen deiner Liebe.
– Friedrich SchillerJe größer das Vertrauen in die Wissenschaft gewesen war, umso bitterer war die Enttäuschung.
– Francesco de SanctisSechs Stunden sind genug für die Arbeit; die anderen sagen zum Menschen: lebe!
– Lukian von SamosataUnsere Weisheit ist nicht weniger ein Ball des Zufalls als unser Vermögen.
– François de La RochefoucauldWas schmied'st du Schmied? »Wir schmieden Ketten, Ketten!« »Ach in die Ketten seid ihr selbst geschlagen.«
– Friedrich RückertDenn ganz ohne Bild lässt sich nichts Göttliches fassen.
– Zacharias WernerGlück achtet nicht auf die Zeit.
– Alexander Sergejewitsch Gribojedow