Zufällige Zitate
Es ist immer schmerzhaft, sich von Leuten zu trennen, die man für sehr kurze Zeit gekannt hat. Die Abwesenheit alter Freunde kann man mit Gleichmut ertragen. Aber die vorübergehende Trennung von jemanden, dem man gerade vorgestellt wurde, ist fast unerträglich.
– Oscar WildeDenn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel heißt, sondern der Mensch schuf, wie ich im »Wesen des Christentums« zeigte, Gott nach seinem Bilde.
– Ludwig FeuerbachEs scheint, dass die Natur, welche die Organe unseres Körpers so weise zu unserem Glück eingerichtet hat, uns auch den Hochmut gegeben hat, um uns den Schmerz der Erkenntnis unserer Unvollkommenheit zu ersparen.
– François de La RochefoucauldAssimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich verstehe sehr gut, dass ihr gegen die Assimilierung seid. Man kann von euch nicht erwarten, euch zu assimilieren.
– Tayyip ErdoğanWas du den Eltern Gutes tust, das erwarte selbst im Alter von deinen Kindern.
– Thales von MiletAlle politischen Gebilde sind Gewaltgebilde.
– Max WeberEine Forschung, die nichts anderes als Bücher hervorbringt, genügt nicht.
– Kurt LewinEin Dichter kann alles überleben außer einen Druckfehler.
– Oscar WildeDie Geschichte ist nicht viel mehr als eine Aufzählung der Verbrechen, Narrheiten und Unglücksfälle der Menschheit.
– Edward GibbonEs gibt nichts, das ich Mir nicht vergeben könnte, und nichts, das ich nicht überwinden möchte.
– Christian MorgensternScheinbar ist Farbe, scheinbar Süßigkeit, scheinbar Bitterkeit: wirklich nur Atome und Leeres.
– DemokritIst dir die Einsamkeit gute Gesellschaft, dann, Glücklicher, zähle zu den Glücklichsten dich; aber verschweige dein Glück.
– Friedrich Ludewig BouterweckAlles Große besteht aus Kleinem. Wer vom Kleinen nicht Besitz nimmt, kann das Große nie erwerben.
– Wilhelm HeinseBesser ein sprühendes Herz, denn ein kaltes und sprödes.
– Peter RoseggerAlles, was im Christentum Wahres findet, findet sich auch im Brahmanismus und Buddhismus.
– Arthur SchopenhauerIch sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch.
– Friedrich NietzscheDie bange Nacht ist nun herum, // Wir reiten still, wir reiten stumm, // Und reiten in's Verderben. // Wie weht so scharf der Morgenwind! // Frau Wirthin, noch ein Glas geschwind // Vorm Sterben, vorm Sterben.
– Georg HerweghSo lange ich Reichskanzler bin, treiben wir keine Kolonialpolitik. Wir haben eine Flotte, die nicht fahren kann, und wir dürfen keine verwundbaren Punkte in fernen Weltteilen haben, die den Franzosen als Beute zufallen, sobald es losgeht.
– Otto von BismarckAuf der Türschwelle zum Hause Gottes liegt der Baumstamm der Ichsucht. Ohne über diesen Baumstamm zu springen, kann keiner sein Haus betreten.
– RamakrishnaEs ist schwer, der Gerechtigkeit in Kürze Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
– Robert MusilMir ist es so Bedürfnis: Du handle, wie du handeln mußt.
– Immanuel KantJemand mit einer neuen Idee gilt so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.
– Mark TwainIch sterbe. Laßt mich allein.
– Johann Georg ZimmermannGenau genommen ist aber ein Arbeiter, der Kloaken auspumpt, um die Menschen vor gesundheitsgefährdenden Miasmen zu schützen, ein sehr nützliches Glied der Gesellschaft, wohingegen ein Professor, der gefälschte Geschichte im Interesse der herrschenden Klassen lehrt, oder ein Theologe, der mit übernatürlichen transzendenten Lehren die Gehirne zu umnebeln sucht, äußerst schädliche Individuen sind.
– August BebelDer Wille Gottes, Zufluchtsort der Unwissenheit
– Baruch de SpinozaVermeinde Gründe jeglicher Art. Sie sind immer gewöhnlich, oft überzeugend.
– Oscar WildeWer das handelt, der hat gewöhnlich den Gewinn; wer alles überlegt und zaudert, der nicht leicht.
– Xerxes I.Ich habe keine lebendige Empfindung eines Verkehrs mit Gott. Ich beneide die, die eine solche haben, da ich weiß, daß sie mir unendlich helfen würde. Das Göttliche ist für mein aktives Leben auf abstrakte Begriffe beschränkt, die als Ideale mich interessieren und beeinflussen, aber sie tun es nur schwach im Vergleich mit dem Gottesgefühl, wenn ich ein solches hätte.
– William JamesStets launenhaft und wankelmütig ist die Frau.
– VergilEs kann das Volk sein eigener Tyrann seyn, und es ist es oft gewesen.
– Ludwig BörneDiejenigen, die sich nicht auf neue Methoden einlassen, müssen immer wieder mit den alten Unzulänglichkeiten rechnen. Zeit ist nämlich der größte Erneuerer.
– Francis BaconViele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.
– Friedrich NietzscheAlles, was hier erreicht werden kann, ist das: einmal sich zu erleben als das Ganze. Um dich hat es gelebt, lebt es, wird es leben: und du warst in einer Gottesstunde - sie alle. Das kann dir keiner verleihen oder bestätigen. Das kannst nur du wissen und in dir haben. Und das ist deine Ewigkeit.
– Kurt KlugeIch erkenne - darf ich deshalb mit Recht sagen: Also kann ich?
– Francesco de SanctisDenn Liebe, sagt man, ist nur Hoffen, // Und wird gewährt, vom Tod betroffen.
– Carl Leberecht ImmermannDem Geiste, der nach langem Mühen die Welt los geworden ist, dem weltlosen Geiste, bleibt nach dem Verluste der Welt und des Weltlichen nichts übrig, als - der Geist und das Geistige.
– Max StirnerEin wenig Aufrichtigkeit, das ist die rarste Ingrediens der Gesellschaft.
– Honoré de BalzacZu seinem Wiederaufbau braucht Deutschland vor allem einmal viele Generationen, die gar nicht wissen, was ein Dienstbefehl ist. Wir haben genug von ›gedienten Leuten‹. Das Gesetz muß – im Namen der Freiheit – verschwinden.
– Kurt Tucholsky