Zufällige Zitate
48. Die Gesetze sind den Spinnweben gleich / da die kleinen Fliegen und Mücken innen bleiben hencken / die Wespen aber und Hornissen hindurch tringen: Also auch henckt man die kleinen Dieb/ die großen aber läßt man laufen/ [...]
– Christoph LehmannAlle Frauen, selbst die einfältigsten, wissen eine List zu gebrauchen, um zu ihren Zweck zu gelangen.
– Honoré de BalzacIn unseren Prozessen, wenigstens in Kriminalfällen, besteht die Verteidigung gewöhnlich im Leugnen.
– CiceroEs ist gar viel Dummes in den Satzungen der Kirche. Aber sie will herrschen, und da muß sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen. Sie hat ihnen auch die Bibel lange genug vorenthalten, solange als irgend möglich.
– Johann Peter EckermannWo Mäßigung ein Fehler ist, da ist Gleichgültigkeit ein Verbrechen.
– Georg Christoph LichtenbergWissen ist Macht - Macht ist Wissen.
– Wilhelm LiebknechtMusik ist die höhere Potenz der Poesie.
– Robert SchumannAuch die Tugend ist eine Kunst, und auch ihre Anhänger teilen sich in Ausübende und in bloße Liebhaber.
– Marie von Ebner-EschenbachEs gibt nur zwei Arten von Menschen, die wirklich feseln – Leute, die alles wissen, und Leute, die überhaupt nichts wissen.
– Oscar WildeDie Medicin sollte die Gebrechen des Mikrokosmus heilen, und die Sternkunde dasjenige dolmetschen, womit uns für die Zukunft der Himmel schmeicheln oder bedrohen möchte; jene mußte der Natur, diese der Mathematik huldigen, und so waren beide wohl empfohlen und versorgt.
– Johann Wolfgang von GoetheDer kritische Kommunismus fabriziert keine Revolutionen, er bereitet keine Insurrektion vor, er bewaffnet keine Revolten.
– Antonio LabriolaO daß ihrs begreiffen lerntet! daß euch die Schuppen fielen vom Auge!
– Friedrich SchillerEs gab Augenblicke, da sah er im Böse nichts als eine Möglichkeit, seinen Begriff vom Schönen zu verwirklichen.
– Oscar WildeWohin, wohin, Verruchte, stürmet ihr?
– HorazWer wollte sich mit Grillen plagen, // Solang uns Lenz und Jugend blühn.
– Ludwig Christoph Heinrich HöltyWas ist die Ursache dieser großen Noth mitten im Ueberflusse? - Die Concurrenz!
– Moses HessAber ich klage die ganze sich »zivilisiert« nennende Menschheit an, daß sie trotz aller Religionen und trotz einer achttausendjährigen Weltgeschichte noch heutigen Tages nicht wissen will, daß dieses »Zivilisieren« nichts anderes als ein »Terrorisieren« ist!
– Karl MayIst das menschliche Leben etwas anders, als ein Schauspiel, in welchem Jeder in einer besondern Larve auftritt, und so lange seine Rolle wegspielt, bis sein Principal zu ihm spricht: Tritt ab!
– Erasmus von RotterdamSich mitzuteilen ist Natur; Mitgeteiltes aufzunehmen, wie es gegeben wird, ist Bildung.
– Johann Wolfgang von GoetheLieben heißt, in dem Anderen sich selbst erobern.
– Friedrich HebbelDas größte Gegenmittel gegen den Zorn ist der Aufschub.
– Seneca d.J.In Ordnung leben heißt hungern und geschunden werden. // Wer sind denn die, welche diese Ordnung gemacht haben, und die wachen, diese Ordnung zu erhalten?
– Georg BüchnerDer Gipfel des Glücks ist es, geliebt zu werden von einer schönen Seele, der Gipfel des Ruhms, bewundert zu werden von einem großen Geist.
– Théodore JouffroyUnd dann, das Leben eines deutschen Gelehrten, was ist es? Was in meinem Fall daran etwa Gutes sein möchte, ist nicht mitzuteilen, und das Mitteilbare ist nicht der Mühe wert. Und wo sind denn die Zuhörer, denen man mit einigem Behagen erzählen möchte?
– Johann Peter EckermannLeutselig macht das Missgeschick.
– Friedrich SchillerDenn wer den Schatz, das Schöne, heben will, // Bedarf der höchsten Kunst: Magie der Weisen.
– Johann Wolfgang von GoetheMoral ist gut, Erbschaft ist besser.
– Theodor FontaneNiemand kann frei sein, solange es nicht alle sind.
– Erich MühsamVerrückt ist wer seinem Herrn widersprechen will // auch wenn er sagen sollte, den Tag voller Sterne // gesehen zu haben und um Mitternacht die Sonne.
– Ludovico AriostoDem Armen mangelt viel, dem Geizigen Alles.
– Publilius SyrusNach Innen geht der geheimnißvolle Weg. In uns, oder nirgends ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft.
– NovalisDas Glück besteht darin, daß man da steht, wo man seiner Natur nach hingehört; selbst die Tugend- und Moralfrage verblaßt daneben.
– Theodor FontaneUm sein Blut aufs Spiel zu setzen, muss man welches haben.
– Honoré de BalzacDie Menschen und die Pyramiden // Sind nicht gemacht, um auf dem Kopf zu stehn.
– Gottlieb Konrad PfeffelEs ist besser, sich über eine Rose zu freuen, als ihre Wurzel unter das Mikroskop zu legen.
– Oscar WildeSo lege festen Grund denn, Tyrannei, Rechtmäßigkeit wagt nicht, dich anzugreifen!
– William ShakespeareO eines Pulses Dauer nur Allwissenheit!
– Friedrich SchillerWer einen wahren Freund sieht, sieht gewissermaßen das Abbild seiner selbst.
– CiceroDie Annehmlichkeit und die Leichtfertigkeit eines auf die mechanischen Beschäftigungen beschränkten Daseins ersticken die Knospe gerechter Auflehnung.
– Sully PrudhommeDas Los des Menschen scheint zu sein, nicht Wahrheit, sondern Ringen und Wahrheit, nicht Freiheit und Gerechtigkeit und Glückseligkeit, sondern Ringen darnach.
– Johann Gottfried Seume