Zufällige Zitate
Wo Liebe, wo Mitgefühl sich regen im Leben, vernimmt man den Zauberhauch des die Sinneswelt durchdringenden Geistes.
– Rudolf SteinerSetzen wir Deutschland, so zu sagen, in den Sattel. Reiten wird es schon könnnen.
– Otto von BismarckEs ist aber oft der höchste Schmerz eine Bildung neuer, höherer Organe, wenn die alten dem neu erwachten höheren Streben. nicht mehr Genüge leisten.
– Gotthilf Heinrich von SchubertSatzungen und Formeln, diese mechanischen Werkzeuge eines vernünftigen Gebrauchs oder vielmehr Mißbrauchs seiner Naturgaben, sind die Fußschellen einer immerwährenden Unmündigkeit.
– Immanuel KantWerde welcher du bist erfahren.
– PindarDer Mann hat die gleichen psychischen Inhalte wie das Weib in artikulierterer Form; wo sie mehr oder minder in Heniden denkt, dort denkt er bereits in klaren, distinkten Vorstellungen, an die sich ausgesprochen und stets die Absonderung von den Dingen gestattende Gefühl knüpfen.
– Otto WeiningerMalerei verwandelt den Raum in Zeit, Musik die Zeit in Raum.
– Hugo von HofmannsthalDer Einsiedler versündigt sich gegen die Gesellschaft, denn er entzieht ihr die Dienste, die er im Stande wäre ihr zu leisten.
– Rudolf von JheringEinsame Stille! Wie bist du schön! Und wie süß das wäre, solch ein Schweigen ewig zu genießen, im Tod seiner Ruhe bewusst! Ob der Tod die Ruhe bringt? Sie sagen: nein!
– Ludwig GanghoferDas Meer ist salzig wie die Träne, die Träne ist salzig wie das Meer. Das Meer und die Träne sind durch die Einsamkeit verwandt. Das Meer hat sie schon, die Träne sucht sie.
– Karl GutzkowMan darf die meisten Dinge nur sagen, wie sie sind, um eine treffliche Satire zu machen.
– Johann Gottfried SeumeOhne Verbrechen kein Staat: die sittliche Welt - und das ist der Staat - steckt voll Schelme, Betrüger, Lügner, Diebe usw.
– Max StirnerSchönheit - ist nur eine Leibrente, wenn die Schönheit stirbt, so hört die Zahlung auf, und sie stirbt immer jung.
– August von KotzebueDas Recht auf Antwort nur gibt Recht zur Frage.
– Franz GrillparzerAlles, was wir denken, ist entweder Zuneigung oder Abneigung.
– Robert MusilDie meisten Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn wir sie an andern entdeckt haben und gesehen, wie sie denen stehen.
– Karl GutzkowDurch den wahren Vortrag muß der Meister sein Recht behaupten.
– Joseph HaydnIch aber erkenne gern stets in mir selber die Hauptursache des Guten oder Bösen, das mir zustößt. Daher sah ich mich stets mit Behagen imstande, mein eigener Schüler zu sein, und machte es mir zur Pflicht, meinen Lehrer zu lieben.
– Giacomo CasanovaIch beneide alle Leute darum, nicht ich zu sein.
– Fernando PessoaEin Blümlein, wenn’s die Sonne spüret, sich öffnet stille, sanft und froh: Wann Gottes Gnade dich berühret, laß auch dein Herz bewirken so.
– Gerhard TersteegenIch beuge mich, aber ich breche nicht.
– Jean de La FontaineWer dient, bis dass er wird unwert, // Dem ist Undank zum Lohn beschert.
– Georg RollenhagenMan wird schwerlich in der Welt noch eine andere Gesellschaft finden, die ihre eigene Sprache so schamlos mißachtet und so hemmungslos aufgibt, wie die deutsche Gesellschaft.
– Hans-Joachim MeyerDas Wissen macht uns weder besser, noch glücklicher.
– Heinrich von KleistSuchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren. Was sie willenlos ist, sei du es wollend - das ist's!
– Friedrich SchillerEine schlechte Wohnung macht brave Leute verächtlich.
– Johann Wolfgang von GoetheWahre Kunst bleibt unvergänglich u der wahre Künstler hat inniges Vergnügen an großen Geistes
– Ludwig van BeethovenPflicht ist das, was man von anderen erwartet, nicht, was man selbst tut.
– Oscar WildeDas Weib wirkt in der Familie, für die Familie; es bringt ihr sein Bestes ganz zum Opfer dar; es erzieht die Kinder, es lebt das Lebens des Mannes mit; die Gütergemeinschaft der Ehe erstreckt sich auch auf die geistigen Besitzthümer, aber vor der Welt kommen die eigensten Gedanken, die eigensten sittlichen Thaten des Weibes meist nur dem Manne zu gut; auf seinem Namen häufen sich die Ehren, während man gar bald die Gattin vergißt, die ihm diese Ehren hat mitgewinnen helfen.
– Wilhelm Heinrich RiehlHegel bemerkt irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce. Caussidière für Danton, Louis Blanc für Robespierre, die Montagne von 1848-1851 für die Montagne von 1793-1795, der Neffe für den Onkel. Und dieselbe Karikatur in den Umständen, unter denen die zweite Auflage des achtzehnten Brumaire herausgegeben wird!
– Karl MarxZwischen der Wieg und dem Sarg wir schwanken und schweben // Auf dem großen Kanal sorglos durchs Leben dahin.
– Johann Wolfgang von GoetheDer ewige Friede ist ein Traum, und nicht einmal ein schöner, und der Krieg ist ein Glied in Gottes Weltordnung. In ihm entfalten sich die edelsten Tugenden des Menschen, Mut und Entsagung, Pflichttreue und Opferwilligkeit mit Einsetzung des Lebens. Ohne den Krieg würde die Welt im Materialismus versumpfen.
– Helmuth Karl Bernhard von MoltkeDie Woche fängt gut an.
– Mathias KneißlNur wer den Liebesfunken in sich zur hellen Flamme anfacht, der erwärmt, der erleuchtet.
– Moritz von EgidyWenn man das Dasein als eine Aufgabe betrachtet, dann vermag man es immer zu ertragen.
– Marie von Ebner-EschenbachDie Studenten brauchen Jahre, nicht nur um nachzuholen, was ihnen eine Schule nicht mehr mitgibt, deren Prinzip ist multa, non multum, sondern um denken und arbeiten zu lernen, was die alte enge Lateinschule ihnen mitgab.
– Ulrich von Wilamowitz-MoellendorffBillige Ausgaben großer Bücher können Freude bereiten, billige Ausgaben großer Männer sind absolut unerträglich.
– Oscar Wilde